Häufige Fragen zu dem Dirndl und Oktoberfest

Was unterscheidet das traditionelle vom modernen Dirndl?

Schöne Frau mit DirndlBereits seit 1870 gilt das bayrische Dirndl nicht mehr als Arbeitskleidung für Mägde, sondern als angesehenes Kleidungsstück für die Oberschicht. Dementsprechend hat das Kleid schon viele modische und geschichtliche Epochen durchlebt. Heute gilt das Dirndl als ein Kleid für besondere Anlässe und hat eine ausgesprochen anziehende Wirkung auf Männer, die die stolzen Dirndlträgerinnen bewundern.

Das traditionelle Dirndl von Früher war durch den langen Rock, eine passende Schürze und Mieder gekennzeichnet. Die Trachtenschuhe dazu besaßen einen breiten und recht kurzen Absatz. Heutzutage werden natürlich insbesondere von den jüngeren Frauen hochhackige Schuhe zum Dirndl bevorzugt. Außerdem sind die meisten Dirndl mittlerweile kürzer. Die sogenannten Mini-Dirndl sind besonders in Mode und betonen die schönen Beine der Trägerin. Dazwischen liegt die Variante mit Rock in Knielänge, welche je nach Konfektionsgröße etwa 60 – 70 cm misst.

Während traditionelle Dirndl eher in schlichten Farben gehalten wurden, unterscheiden sich die modernen Trachten in diesem Punkt. Modische und knalligere Farben wie Rosa, Pink, Türkis, Rot, Gelb oder Violett haben den alten Dirndln in ihren Braun- und Grüntönen längst die Schau gestohlen.

Wie stelle ich mein komplettes Dirndl-Outfit zusammen?

Viele Frauen, die nicht aus Bayern kommen und somit keine Erfahrung mit der dortigen Mode haben, möchten wissen, was alles zu einem perfekten Dirndl Outfit gehört. Passende Schuhe, Accessoires und Handtaschen machen den Dirndl-Look erst perfekt. Je kürzer das Kleid ist, desto eher sind auch luftigere Schuhe und höhere Absätze passend. Mittlerweile können junge Frauen aber durchaus auch Ballerinas zum Dirndl tragen. Generell gilt der Spruch: Je weniger Dirndl, desto weniger drumherum!


Was kostet mich ein Dirndl?

Der Oktoberfestbesuch ist in jedem Fall meist eine kostspielige Angelegenheit. Zudem besuchen die meisten Menschen nicht jedes Jahr die Wiesn. Daher möchten viele Frauen keine Unsummen für ihr Dirndl ausgeben. In bayrischen Trachtenläden kann man schnell 1.000 Euro für ein komplettes Dirndl-Outfit ausgeben. Es ist aber dank des Internets möglich beim Kauf viel Geld zu sparen. Online ist es schon möglich Kleider für einen Preis um die 40 Euro zu ergattern. Das übliche Preissegment liegt in etwa zwischen 50 und 400 Euro. Hier kann man durch einen guten Anbietervergleich viel sparen.

Was bedeutet die Schleife beim Dirndl?

Die Schleife, mit der beim Dirndl die Schürze gebunden wird, zeigt den ehelichen Status der Trägerin an. Auf der rechten Seite gebunden, bedeutet die Schleife, dass die Frau vergeben, verlobt oder verheiratet ist. Hingegen bedeutet die Schleife auf der linken Seite des Dirndls, dass die Frau noch zu haben ist. Ist die Schürze auf dem Bauch gebunden, so bedeutet dies, dass die Trägerin eine Jungfrau ist. Die Schleife auf dem Rücken wird hingegen von Witwen getragen. Man weiß nicht genau, woher diese Symbolik kommt und wann sie entstanden ist. Einige Experten meinen, dass es sich eher um einen modernen Brauch handelt. Dieser sei eigentlich überflüssig, da verheiratete und ledige Mädchen sowieso anders gekleidet sind.

Schleifen beim Dirndl

Die historische Entwicklung der Preise auf dem Oktoberfest

Das Oktoberfest wird immer teurer. Am leichtesten ist dies an der Preisentwicklung eines Liters Bier, also anhand einer Maß nachzuvollziehen. Wie die Abbildung zeigt ist der Preis für den leckeren Gerstensaft über die Jahre kontinuierlich angestiegen. Von 1920 bis 1922 stieg der Preis gar von 2,50 Reichsmark auf 50 Reichsmark an. Schuld daran war aber nicht die hohe Biernachfrage sondern vielmehr die Hyperinflation. Im Jahre 1871 lag der Preis hingegen bei 12 Kreuzern, 1925 bei einer D-Mark. Von solchen Preisen träumen die Oktoberfestbesucher heute nur noch!

Masspreise Oktoberfest

Und was bedeutet diese Entwicklung für den Dirndl-Kauf?

Auch Dirndl werden sicher in Zukunft nicht günstiger, gerade solche, die aufwendig verarbeitet sind. Aber sollte man nun für das Dirndl viel Geld investieren oder lieber hier sparen, wo doch eh schon alles teuer genug ist. Zum einen stimmt dies natürlich und genau deswegen gibt es ja auch unsere Seite. Damit der Oktoberfestbesuch für den Gelegenheitsbesucher finanziell nicht ausufert. Andererseits kann man bei häufigerem Besuch des Oktoberfests auch einmal etwas mehr in die Qualität investieren. Vielleicht bekommt man dann als fesches Madl auch schon mal ne Maß ausgegeben. Dann lohnt sich die Investition 😉

Das Dirndl geht um die Welt!

Wer viel reist, der hat es mit Sicherheit schon mal erlebt: Im Ausland wird man als Deutscher immer wieder gefragt, wie man das Oktoberfest findet und wie oft man schon auf dem Oktoberfest war. Und meistens sind diese Menschen, die man in einem anderen Land kennenlernt selbst schon dort gewesen. Und falls nicht: Alle haben es vor und wollen unbedingt hin. Aufgrund dieser großen Beliebtheit rund um den Erdball gibt es mittlerweile zahlreiche Nachahmer und Kopien des original Münchener Oktoberfests. Auch wenn das echte Bayrische natürlich immer das Original bleiben wird und natürlich nirgendwo mehr Besucher verzeichnet werden, das Konzept verbreitet sich schnell.

Oktoberfestbesucher

Blasmusik statt Samba in Blumenau

Kurios ist beispielsweise das Oktoberfest in Blumenau. Nein, dies ist kein idyllisches Dorf in der Lüneburger Heide oder im grünen Allgäu. Es handelt sich bei Blumenau tatsächlich um eine Großstadt im Süden Brasiliens. Ihrem deutschen Gründer verdankt die Stadt ihren Namen und lässt auch dessen Tradition weiterleben, indem nicht nur deutsches Bier gebraut wird sondern auch ein Oktoberfest veranstaltet wird. Hierzu kommen immerhin 0,7 Millionen Besucher nach Blumenau. Im Herzen Südamerikas gibt es zu dieser Zeit statt Samba und Karneval Schweinshaxen, Blasmusik und natürlich Brasilianerinnen im Dirndl. Auch dort ist das Dirndl natürlich sehr beliebt.

Oktoberfest mit Karaoke

Zwei Kulturen prallen auch aufeinander, wenn in China das Qingdao beer festival stattfindet. Die Chinesen lieben ihr Oktoberfest mit allem Drum und Dran. Trinkwettbewerbe finden dort ebenso statt wie natürlich auch Karaoke und zeigen, dass die Chinesen ihre Version ein wenig anders interpretieren als die Deutschen das Original. Auch wenn man Chinesen schon seit Jahren auf dem Oktoberfest in Lederhosen oder Dirndl sehen kann. Beachtlich ist, dass auch zur chinesischen Version 2 – 3 Millionen Besucher pilgern.

Wiesn meets Thanksgiving

Deutsche Tradition wird zudem auch in Kanada gelebt. In Kitchener-Waterloo, Nachbarstadt des vormaligen kanadischen Berlin, wird jedes Jahr Oktoberfest gefeiert. Hier leben viele Deutschstämmige und feiern 9 Tage ein ziemlich bayrisches Oktoberfest. Allerdings steht im Zentrum der Feierlichkeiten das typisch amerikanische Thanksgiving. Das ist aber kein Grund, warum nicht die typisch bayrische Gemütlichkeit herrschen sollte und das Dirndl ist auch überall zu erblicken.

Gemütlichsein um die Wette

Auch im amerikanischen Cincinnati geht es jedes Jahr im Oktober gemütlich zu! Während in China Tsingtao ausgeschenkt wird, gibt es in der US-Stadt sogar echtes Münchener Bier. Grund für den Veranstaltungsort Cincinnati sind natürlich mal wieder die deutschen Vorfahren der Bewohner, welche die Gemütlichkeit über den großen Teich gebracht haben. Auch hier wird allerdings –typisch amerikanisch könnte man sagen – der Wettkampf gesucht. So werden Wettrennen mit Wiener Würstchen veranstaltet oder Bratwürste um die Wette gemampft. Zu der Wochenendveranstaltung kommen zirka eine halbe Million Menschen.

Wer Dirndl tragen will muss leiden

Etwas kühler geht es zur gleichen Jahreszeit in Russland zu. Doch die Frauen sind dort natürlich auch abgehärtet und tragen das Dirndl auf Moskaus Rotem Platz. Drei Wochen veranstaltet die deutsche Brauerei Paulaner dort ihr Oktoberfest, das sehr beliebt ist. Allerdings kann das Fest vom Stile her nicht mit dem Münchener Original konkurrieren, da dort die Wiesn fehlt. Das Fest findet hauptsächlich in den Bars und Restaurants statt, nicht in den so typischen Festzelten.